Alice im Wunderland (2017)

Theater Stadelhofen, Zürich

Ein Stationentheater nach Lewis Carroll in allen Räumen des Theater Stadelhofen

 

Eine Ode an das Staunen

Mit dem Stationentheater, einer Adaption von Carroll’s Klassiker bittet die neue Theaterleitung  das Publikum ins Wunderland ührt die Reise immer tiefer hinab, bis in  die verborgenen Ecken des ädt ähnlich missmutig wie der Hutmacher zum 5-Uhr-Tee, die Technikerin fällt wie Humpty Dumpty beinahe von der Leiter und die Schauspielerin verpuppt sich in eine Raupe. Die ät hinter den Kulissen wird verrückt, unmerklich und unaufhät das Publikum in die verwirrende Wirklichkeit des Wunderlandes. Ein witziges Spiel um Sinn und Unsinn beginnt. Nichts hat Bestand, alles wandelt sich. Eine Ode an das Staunen und Sich-Wundern mit Figuren, Objekten und Musik in allen Räumen des Theaters.

Konzeption: Benno Muheim und Karin Bucher 

Inszenierung: Benno Muheim 

Szenografie: Karin Bucher

Spiel: Julius Griesenberg, Denise Wintsch,  Isa Wiss, Benno Muheim

Dramaturgie: Françoise Blancpain 

Musik/Sound: Andrea Brunner 

Licht/Technik: Michael Murr

Assistenz: Theresa Künz

Theater Stadelhofen: Aufführungen im November 2017, Wiederaufnahme Juni 2018

www.theater-stadelhofen.ch

 

Wenn Dinge lebendig werden

Wie stellt man eine sprechende Raupe dar? Das, woran Schauspieler scheitern, gelingt im Objekttheater spielend. Auch das Gespräch zwischen Alice und dem verrückten Hutmacher funktioniert bestens als Dialog zwischen einem Sahnekännchen und einer umgedrehten Teekanne. Die Leute vom Theater Stadelhofen verfahren frei mit Lewis Carrolls genialem Roman, übernehmen aber dessen Techniken: So können sich hier Wörter beim Runterfallen das Kreuzband brechen und wird aus einem Kinderreim wie «Aazele, Bölle schele» ein Wunderwerk des Nonsense. 

(Thomas Bommer, Züritipp 25.10.2017)

Besprechung unima figura