Die illegale Pfarrerin (2019)

Wanderausstellung für Kirchenräume

Szenografie Hörinstallation

Am 13. September 1931 tut das Bündner Bergdorf Furna etwas, was zuvor noch keine Gemeinde der Schweiz gewagt hat: Es wählt eine Frau zur Pfarrerin. Ein Skandal, der bis nach Deutschland Schlagzeilen macht, sogar der berühmte Theologe Karl Barth mischt sich ein. Greti Caprez-Roffler ist 25 Jahre alt, frisch gebackene Theologin und Mutter. Sie zieht mit ihrem Baby ins Bergdorf, ihr Mann bleibt als Ingenieur in Zürich. Die Behörden konfiszieren das Kirchgemeindevermögen, doch die Pfarrerin arbeitet weiter, für «Gottes Lohn».

Nach ihrem Tod macht sich die Enkelin auf die Spuren der ersten Schweizer Gemeindepfarrerin. Sie stösst auf die aussergewöhnliche Emanzipationsgeschichte einer Frau, die im Dorf Skihosen für Mädchen einführte und ihren Söhnen das Stricken beibrachte. Die ihren Mann zum Theologiestudium inspirierte und mit ihm das Pfarramt im Jobsharing ausübte, lange bevor der Begriff existierte. Die für sich in Anspruch nahm, was damals für viele undenkbar war: ihrer Berufung nachzugehen und Mutter zu sein, eine glückliche Liebe und eine erfüllte Sexualität zu leben. Eine Frau mit einem grossen Hunger auf das Leben, deren Mut einen hohen Preis hatte – nicht nur für sie.

Die Hörinstallation bringt die Geschichte der Pfarrerin zurück an den Ort des Geschehens: in die Kirche. Sie holt die Pionierin ins Hier und Jetzt und spricht beim Publikum eigene Lebensträume, Zweifel und Visionen an. Die Installation besteht aus sechs in der Kirche verteilten Guckkästen mit Fotos und Alltagsobjekten aus dem Leben der Pfarrerin, etwa einem Liebesbrief, einer Bibel, der «Lismete» ihrer Söhne oder einer Petrollampe. An jeder Station kann man eine Geschichte aus dem jeweiligen Lebensabschnitt hören. Die Enkelin führt durch die Geschichte und erzählt das Leben der Grossmutter in sechs Akten à 6-7 Minuten (Gesamtlänge rund 40 Minuten).

www.dieillegalepfarrerin.ch

 

Autorin

Christina Caprez

Szenografie 

Karin Bucher Szenografie

Sounddesign

Martin Bezzola

 

Publikumsecho im Gästebuch:

«Diese Geschichte hat mich in jeder Hinsicht sehr berührt.»

«Ganz herzlichen Dank für dieses zutiefst packende und berührende Werk!»

«Was Zwingli für Zürich ist Greti Caprez für Graubünden – eine Reformatorin!»

«Eindrückliche Zeitreise, war zuerst alleine und dann gleich mit der ganzen Berufschulklasse hier.»

«Bravo! Hervorragend!»

 

Dokumentation für interessierte Kirchgemeinden

Die illegale Pfarrerin ( 2019)