Ein Hotel verwöhnt sich selbst (2001)

Weissbad AI, Hotel Hof Weissbad

Inszenierter Rundgang durch das Hotel Hof Weissbad und Videofilm anlässlich des Festaktes nach dem Umbau

Die Inszenierung

Die einmalige Situation des Hotelumbaus und die damit verbundene Erneuerung veranlasste uns als Auftakt für den Rundgang einen Videofilm zu zeigen, der den Umbauprozess dokumentiert und kurze Geschichten aus dem Hotel erzählt. Nach der Filmpräsentation flanieren die Festbesucher durch die neuen Räume des Hotels, die im Film das Setting darstellten. Dabei gehen sie in kleinen Gruppen und werden unwissentlich durch das arbeitende Hotelpersonal geführt. Episoden aus dem Film werden nun aufgriffen und in Real weitergespielt. Dokumentarisches und inszeniertes vermischen sich. Offene Zimmertüren ermöglichen Einblicke in individuelle Welten und beleuchten das Hotelleben. Ein Beispiel: Ein reisender Schriftsteller, den man im Film bei Beziehen seines Zimmers beobachtet hat, sucht nun während des Rundgangs im Fitnessraum das Gespräch mit einer Hamburger Geschäftsfrau, um ihr seine Philosophie des Reisens näher zu bringen. Das Zimmer des Schriftstellers, das im Film in der Einstellung der Beobachtungskamera zu sehen war, kann man nun im Original betreten und Details entdecken, die mehr über seine Persönlichkeit verraten. Das Beziehungsgeflecht unter den Protagonisten entschlüsselt sich allmählich.

Die Inszenierung der Eröffnung ist in einem Bogen von Anfang bis zum Schluss durchgeplant, von der Ankunft der Festbesucher in ihren Autos bis zum Schlusswort des Concierges. Vom Film wurde eine DVD mit Booklet der Inszenierung produziert.

Weissbad, Hotel Hof Weissbad

Konzept und Realisation: Karin Bucher, Rebekka Reich
Schauspiel: Barbara Bucher, Maike Kühl, Bodo Krumwiede, Matthias Flückiger, Bruno Riedel und Einheimische aus Appenzell
Video: Rebekka Reich, Karin Bucher, Thomas Karrer
Requisite: Ursula Müller
Filmmusik: Stefan Baumann

Stills aus dem Film