Die Welt ist eine Bühne (2001)

St. Gallen, Theaterfoyer

Durch Licht und Ton geführter und bespielter Rundgang durch das Foyer des Theater St. Gallen, inspiriert von dessen räumlichen Struktur und der Frage, wo beginnt die Wirklichkeit.

1 Inspizientenstimme, 2 weisse Masken, 67 beschriftete, schwarze Leinensäcke, 1 Mond, 1 Modell-
landschaft, 1 Modelleisenbahn, 1 roter Lichtteppich, 37 echte Äpfel, 1 unechter Riesenapfel,
Geflüster. Dauer 30 Minuten im Zyklus.

Das Theaterfoyer wird gelesen als Filterzone zwischen der realen Welt draussen und der gespielten, überhöhten Welt des Theaters drinnen. Grundsätzliche Probleme der menschlichen Wahrnehmung und Wirklichkeitskonstruktion in der unterschiedlichen Darstellung von Schein und Sein werden thematisiert. Die Architektur wird als begehbares Bühnenbild genutzt, in dem das Publikum durch Licht und Ton zu 11 Stationen geführt wird. Die Bewegung des Besuchers durch den Raum, die Veränderung des Blickwinkels, das ständig neue Entdecken und Wahrnehmen ist Ausgangspunkt für die Dramaturgie und die zeitliche Abfolge der Inszenierung.

Theater St. Gallen, Foyer

Konzept und Realisation: Karin Bucher
Dramaturgie: Barbara Bucher
Schauspiel: Barbara Bucher, Isabelle Rechsteiner
Licht: Ueli Riegg, Karin Bucher
Audiodesign: Stefan Baumann
Video: Thomas Karrer